Durchgang 2 (2026),  Allgemein

2026 Durchgang 2 – Tag 6

Am nächsten Morgen staunen die Kinder nicht schlecht: Auf dem Volleyballplatz hat jemand Fremdes sein Lager aufgeschlagen und schläft seelenruhig im Freien. Er stellt sich zum Frühstück vor. Sein Name ist Fietje Fischkopp und er ist Kutterfahrer. Er kennt Dyinis Flasche, er hat sie selbst einmal als Beifang in seinem Fischernetz gehabt. Allerdings konnte er die Flasche damals nicht öffnen und so ist sie bei uns gelandet.

Fietje stellt fest, dass die Kinder erfolgreicher waren als er, als er Dyini im Küchenzelt herumrollen sieht. Panisch will er wissen, ob die Kinder die Wünsche schon eingelöst haben. Als sie ihm das bestätigen, wird er sauer. Er wollte zumindest einen Wunsch einlösen, um seine treue Begleiterin, eine Möwe namens Fentje, wiederzufinden. Sie ist vor einiger Zeit spurlos verschwunden, nachdem sie ihn zuvor jahrelang begleitet hatte. Nun scheint alle Hoffnung verloren, Fentje jemals wiederzusehen. In seiner Wut stürmt Fietje zur Flasche und schlägt die Tür zu, damit Dyini nicht in ihre Welt zurückkehren kann.

Während des Frühstücks hat Fietje sich dann einen fiesen Racheplan ausgedacht und droht den Betreuern, dass er die Flasche sogar zerstören wird, wenn sie ihm nicht gehorchen. Sie dürfen den Kindern nicht mehr helfen, die Flasche wieder zu öffnen.

Am Vormittag findet daher ein Betreuerroulette statt. So sind die Gruppenleiter nicht mehr bei ihren eigenen Gruppen. Die Betreuer gehen einmal durch alle Zelte und spielen mit den Kindern ein Spiel ihrer Wahl, sodass jede Gruppe einmal etwas mit jedem Betreuer gemacht hat. Dabei sind Spiele wie Uno, 2 Wahrheiten 1 Lüge, Werwolf, Wer bin ich oder ein Kennenlern-Bingo. Zwei Gruppenleiter räumen außerdem mit den Kindern die Zelte auf und fegen einmal durch.

Zum Mittagessen zeigt sich Fietje nicht begeistert. Der Vormittag lief besser und geordneter ab als er erwartet hatte. Deswegen verlangt er nun, dass sich alle Gruppenleiter an einen anderen Tisch setzen.

Nachmittags kündigt Fietje das Chaosspiel an. Jede Gruppe bekommt eine eigene Liste mit Zahlen, die sie auf dem gesamten Zeltplatz suchen und finden müssen. Wenn die Kinder die Zahl gefunden und das dazugehörige Wort überbracht haben, müssen sie eine Aufgabe erfüllen. Da alle Gruppen andere Zahlen finden müssen, gibt es ein riesiges Gewusel auf dem Platz – getreu Fietjes Plan. Wenn sie alle Zahlen gefunden und alle Aufgaben erfüllt haben, sollen sie einen Schlüssel bekommen, von denen einer die Flasche öffnen können soll.

 

Nach dem Ende des Spiels warten die Gruppen gespannt auf die Schlüssel. Doch Fietje hatte sich einen Scherz erlaubt: Die Flasche hat gar kein Schlüsselloch, es gibt keinen Schlüssel!

Uwe ist mittlerweile richtig sauer und verlangt eine Entschuldigung bei den Kindern und vor allem bei Dyini. Fietje sieht ein, dass seine Aktion ein bisschen übertrieben war und arbeitet an einer Entschuldigung.

Dyini ist derweil am Verzweifeln. Sie glaubt, nun für immer hier festzusitzen und nie wieder in ihre Welt zurückkehren zu können. Uwe muntert sie ein wenig auf und meint, dass wir morgen weiter versuchen werden, die Flasche zu öffnen. Er würde jemanden fragen, der vielleicht helfen könnte. Heute Nacht kann Dyini ja auf dem Zeltplatz bleiben, anstatt in ihrer Flasche zu schlafen.

Fietje hat als Entschuldigung eine Sunset-Wattwanderung organisiert. Sein Freund der Wattführer Eduard begleitet die Kinder ins Watt und gibt dabei einige spannende Fakten über das Wattenmeer zum Besten. Am Ende sind alle dreckig und müde, aber zufrieden. Nach einem kurzen Gang durch die Fußwaschstraße kann der Abend entspannt ausklingen. Gute Nacht und bis morgen!